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PP Nicht verbale Wortarten (6)
1. TUT Deskriptive Grammatik
WiSe 2025/262. Nicht verbale Wortarten
3. Das Substantiv
• Flektierbar deklinierbarGenus
• Genus =/ Sexus (biologisches Geschlecht)
• steht immer FEST
• Inhärent --> am Substantiv selbst nicht zu erkennen; am Determinant (Artikel) sichtbar
• Tendenzen: Suffixe: -ung, -heit, -keit: immer Femininum/ Suffixe: -chen, -lein: immer Neutrum
Numerus
• Singular/Plural
• Nomen im Plural können die Endungen -n/-en, -e (manchmal mit Umlaut), -r/-er (manchmal mit Umlaut), -s haben oder endungslos
(manchmal lautet ein Vokal aber um) sein
-n/en: Küsten/Matrosen
-e: Hunde/Nüsse
-r/er: Kinder/Wälder
-s: Omas/ Kinos
endungslos: Lehrer/ Mütter/ Gärten
Übersicht: https://deutsch.lingolia.com/de/grammatik/nomen/plural
4. Das Substantiv
KasusSingular
Maskulinum
Der Mann/ König/Student
Femininum
Die Kette
Neutrum
Das Haus
Genitiv
Des Mannes/ Königs/Studenten
Der Kette
Des Hauses
Dativ
Dem Mann/ König/Studenten
Der Kette
Dem Haus
Akkusativ
Den Mann/ König/Studenten
Die Kette
Das Haus
Nominativ
Plural
Nominativ
Die Männer/ Könige/Studenten
Die Ketten
Die Häuser
Genitiv
Der Männer/Könige/Studenten
Der Ketten
Der Häuser
Dativ
Den
Männern/Königen/Studenten
Den Ketten
Den Häusern
Akkusativ
Die Männer/Könige/Studenten
Die Ketten
Die Häuser
5. Der Artikel – (Un-)bestimmter Artikel
Bestimmter ArtikelUnbestimmter Artikel
Definitheit
Indefinitheit
Singular
M
Singular
Nominativ
Der
F
Die
Das
N
Genitiv
Des
Der
Des
Dativ
Dem
Der
Dem
Akkusativ
Den
Die
Das
Nominativ
Die
Die
Die
Genitiv
Der
Der
Der
Dativ
Den
Den
Den
Akkusativ
Die
Die
Die
Nominativ
M
Ein
F
Eine
N
Ein
Genitiv
Eines
Einer
Eines
Dativ
Einem
Einer
Einem
Akkusativ
Den
Die
Das
Plural
Plural
Nominativ
Genitiv
Dativ
Akkusativ
nichts (=Nullartikel)
6. Der Artikel – Artikelwort/ kein Artikel
Artikelwort• Possessiv-und Demonstrativpronomen gebraucht als Artikel
• Dann ein Possessiv-/Demonstrativartikel, NUR wenn in Kombination mit einem Substantiv
Beispiel:
• Ich möchte dieses Geschenk haben. (Demonstrativartikel – BEGLEITER) Du willst aber jenes
(Demonstrativpronomen – STELLVERTRETER) kaufen.
• Sie will meine Tasche ausborgen. (Possessivartikel – BEGLEITER) Das ist aber nicht meine
(Possessivproomen – STELLVERTRETER)
Kein Artikel
• Eigennamen (Personen- und Ortsnamen)
• Stoffnamen und Abstrakta(nicht näher spezifiziert)
• Berufe, Nationalitäten, religiöse Bekenntnisse, soziale Rollen
7. Das Pronomen
1. Personal- und Reflexivpronomen2. Possessivpronomen Besitz
8. Das Pronomen
3. Demonstrativpronomen verweisend, hervorhebend• Dieser/Diese/Dieses
• Jener/Jene/Jenes
• Der-/Die-/Dasselbe
• Der-/Die-/Dasjenige
• Der/Die/Das (im gesprochenen Sprachgebrauch)
Maskulinum
Femininum
Neutrum
Plural (alle)
4. Relativpronomen
Nominativ
Der
die
das
Die
• Der/Die/Das UND Welcher/Welche/Welches
Genitiv
Dessen
deren
dessen
Deren
Dativ
Dem
der
dem
Denen
• leiten untergeordnete Relativsätze ein
Akkusativ
Den
die
das
Die
• beziehen sich auf eine Nominalphrase
• Genus und Numerus bestimmt durch Substantiv im Hauptsatz, Kasus bestimmt durch Verb/Präposition im Relativsatz und
durch syntaktische Funktion
Beispiel:
• Das Kind, dem ich das Eis geschenkt habe, ist meine Nichte. (Genus: Neutrum; Numerus: Sg.; Kasus: Dativ (weil schenken +
Dativ))
• Die Lehrveranstaltung, für die ich mich angemeldet habe, klingt interessant. (Genus: Femininum; Numerus: Sg.; Kasus:
Akkusativ (weil anmelden für + Akkusativ))
• Die Schülerinnen, die sich zur Wahl stellen, sind sehr vertrauenswürdig. (Genus: Femininum; Numerus: Pl.; Kasus: Nominativ
(weil „Schülerinnen“ die Subjektfunktion im RS erfüllt)
9. Das Pronomen
5. InterrogativpronominaSg. und Pl.
Nominativ
Wer? (Personen)
Was? (Gegenstände)
Genitiv
Wessen?
Dativ
Wem? (Personen)
Akkusativ
Wen?
6. Indefinitpronomina –
Personen
Indefinitpronomina – Sachen
man
jemand
irgendwer
irgendjemand
niemand
keiner
alle
anderer/andere
einige
etwas
irgendetwas
irgendein
irgendwelche
anderes
viel
wenig
nichts
alles
keines
10. Das Pronomen
7. Das Pronomen „es“• Es als Pronomen für eine Nominalphrase (Substantiv im Neutrum, Nom. oder Akk.)/Satz
Beispiel: Hast du dieses Buch schon gelesen? Ja, ich habe es mir schon letztes Jahr gekauft./ Sie hat mich angelogen?! Ich kann es nicht
glauben!
• Es bei unpersönlichen Verben (Scheinsubjekt)
Beispiel: Es hat gestern geschneit. / Schlaf’ ruhig weiter, es ist noch früh. / Draußen wird es hell.
• Vorfeld-es/thematisches es
Leitet den Satz ein, damit das Subjekt hervorgehoben wird.
Beispiel: Es kam ein Mann zu mir. (Ein Mann kam zu mir.)
• Es als Korrelat
Hebt am häufigsten einen dass-Nebensatz, der im Hauptsatz das Subjekt ist, hervor.
Beispiel: Es hat mich schon verletzt, dass du mich gestern nicht eingeladen hast. Dass du mich gestern nicht eingeladen hast, hat mich
schon verletzt.
11. Das Adjektiv – Syntaktische Funktionen
• Attributiv: dekliniert (passt sich an Genus, Numerus und Kasus des Substantivs an); zwischen Artikelwort und SubstantivBeispiel: das weiche Kissen; der weichen Katze
• Prädikativ: nicht dekliniert (Steigerung möglich); in Verbindung mit Kopulaverb (od. Kausativverb)
Beispiel: Die Kinder sind müde
• Adverbial: nicht dekliniert; in Verbindung mit einem Vollverb und bestimmt dieses näher
Beispiel: der Vater kocht gut; die Kinder schreien laut
! kann sich auch auf ein anderes Adjektiv/Adverb/auf eine Junktion beziehen
Beispiel: wunderbar poetische Sätze; weit oben; kurz nachdem
Adjektiv in adverbialer Funktion =/ Adverb
Ein Adjektiv kann als Adverb verwendet werden, aber ein Adverb kann nie als Adjektiv verwendet werden.
12. Das Adjektiv – Deklination
Grundsätzlich gilt: Zeigt der Artikel den Kasus, muss das Adjektiv keine besondere Endung annehmenBei bestimmtem Artikel
Bei unbestimmtem Artikel und Negativartikel
Bei Nullartikel
13. Das Adjektiv – Deklination (gekürzt)
-endem, den, des, der (D+G), die (Pl.)
einem, einen, einer, eines
-e
der, die, das
eine
-er
ein + mask. Substantiv
-es
ein + neutr. Substantiv
Quelle: https://www.youtube.com/watch?v=UcNnIAaw9cI&ab_channel=Benjamin-DerDeutschlehrer
14. Das Adjektiv – Deklination Besonderheiten
• Endet ein Adjektiv auf -el, dann verliert das Adjektiv das „e“ von -el„dunkel“ – „ein dunkler Raum“ (falsch: „ein dunkeler Raum“)
• Endet ein Adjektiv auf -er, dann verliert das Adjektiv das „e“ von -er, wenn direkt davor ein Vokal (a, e, i,
o, u) steht!
„teuer“ – „ein teures Kleid“ (falsch: „ein teueres Kleid“)
• Das Adjektiv „hoch“ verliert das c, wenn es eine Endung bekommt
„hoch“ – „das ist ein hohes Haus“ (falsch: „das ist ein hoches Haus“)
15. Das Adjektiv – Substantivierung und Partizipien
Substantivierte Adjektive• Merkmale von Substantiven und werden wie bei der attributiven Funktion dekliniert
Partizipien
Partizip I (P. Präsens):
singend, lachend, schreibend, feiernd...
• Attributive Funktion: die singenden Kinder, der schreiende Student aktivistisch/gleichzeitig
Beispiel: Die singenden Kinder feiern ihren Geburtstag. (Zeitform: Präsens) Die Kinder, die singen, feiern ihren Geburtstag. (Genus
verbi: aktiv; Zeitform: Präteritum)
Die schreienden Studenten stürmten das Universitätsgebäude. (Zeitform: Präteritum) Die Studenten, die schrien, stürmten das
Universitätsgebäude. (Genus verbi: passiv; Zeitform: Präteritum)
• Adverbiale Funktion: er geht lachend davon
Partizip II (P. Perfekt)
• passivistisch/vorzeitig
• bei intransitiven Verben: aktivistisch und vorzeitig
• Attributive Funktion: das gesungene Lied, die geschriebenen Bücher
Beispiel: Das gesungene Lied ist sehr traurig. (Zeitform: Präsens) Das Lied, das gesungen wurde (Präteritum), ist sehr traurig. (Zeitform:
Präsens)
Beispiel (intransitiv): Die angekommenen Gäste waren betrunken. Die Gäste, die angekommen waren, waren betrunken.
16. Exkurs: Nominalphrase und Präpositionalphrase
• Jede NP besteht mindestens ausDeterminator + Substantiv = Nominalphrase
• Jede NP kann von einem Pronomen ersetzt werden
• Jede NP kann durch einer Präposition erweitert werden
Präposition + Nominalphrase = Präpositionalphrase
Beispiel:
• Ich sehe [dasDeterminator: bestimmter Artikel KindSubstantiv]Nominalphrase
• Ich sehe [es].
• Ich gehe ins Kino [mitPräposition dem Kind]Präpositionalphrase
17. Exkurs: Die Nominalphrase – Kasusbestimmung
1) REKTION durch VERB (= reiner Kasus)• bestimmte Verben erfordern eine Nominalphrase in einem bestimmten Kasus
Beispiel: Stefanie schreibt einen Brief. (schreiben + Akkusativ)/ Der Bergsteiger half der Frau. (helfen + Dativ)/
Es bedarf einer Veränderung. (bedürfen + Genetiv)
2) REKTION durch PRÄPOSITION (=präpositionaler Kasus)
• bestimmte Präpositionen erfordern eine Nominalphrase in einem bestimmten Kasus
• Präposition vom Verb abhängig (d.h. fest, nicht austauschbar und semantisch unbeladen), dann: Kasus der
NP eigentlich indirekt durch Verb regiert
Beispiel: Wir warten auf unsere Eltern. (weil auf + Akkusativ)/ Sie drückt sich vor der Arbeit. (weil vor + Dativ)
• Präpositionen abhängig von Adjektiv: stolz sein auf/ froh sein über
Präposition vom Verb UNabhänging (d.h. sie sind nicht fest, sie sind austauschbar und semantisch beladen –
verändern die Satzbedeutung), regieren die Präpositionen den Kasus.
18. Die Präposition
• Manche Präpositionen erfordern immer dengleichen Kasus (Genitiv/Dativ/Akkusativ)• andere Präpositionen = Wechselpräpositionen
• WO? Dativ (Position/Ruhelage)
• WOHIN? Akkusativ (Bewegung, Richtung auf ein Ziel hin)
19. Die Junktion
1. Koordinierende Junktionen (Konjunktionen): verbinden Hauptsätze oder gleichartige Nebensätze; diemeisten können auch Wörter/Wortgruppen verbinden
• Und (koordinativ) Oder (disjunktiv) Denn (kausal) Aber (adversativ)
Beispiel: [Die Straßen sind schlecht]Hauptsatz1, denn [es hat die ganze Nacht geschneit]Hauptsatz2.
2. Subordinierende Junktionen (Subjunktionen): verbinden übergeordnete Hauptsätze mit untergeordneten
Nebensätzen
• da, dass, falls, weil, wenn, während, als…
Beispiel: Die Straßen sind schlecht, weil es die ganze Nacht geschneit hat.
3. Konjunktionaladverbien/ Konnektoradvebien:
• darum, dann, schließlich, trotzdem, deshalb
Beispiel: Es hat die ganze Nacht geschneit. Darum sind die Straßen schlecht.
20. Das Adverb
• Unflektierbar, manchmal komparierbar1. Lokaladverbien: Raum – Wo/Wohin/Woher, Von wo?
Wo? hier, da, dort, draußen (mit „nach“/ „von“: ebenfalls für Richtung verwendet –> woher/von wo...)
Wohin? aufwärts, hinein...
2. Temporaladverbien: Zeit – Wann? Wie lange? Wie oft?
• bald, bereits, bisher, danach, davor, einst, endlich, freitags, gestern, immer, inzwischen, jetzt, neulich, nie,
nun, oft, regelmäßig, sofort, stets, täglich, vorhin, zurzeit...
3. Modaladverbien: Modus – Wie?
• anders, äußerst, beinahe, bekanntlich, ebenfalls, fast, folgendermaßen, genauso, genug, gern, kaum, recht,
sehr, wirklich, größtenteils, hauptsächlich; auch: eilends, blindlings...
21. Das Adverb
4. RelativadverbienBeispiele:
Mila ist im Park, wo es sehr schön ist. / Relativadverb (Ortsangabe)
Wo ist es sehr schön? → im Park
5. Pronominal- bzw Präpositionaladverbien
Da/Hier/Wo + Präposition
Sie kann sich damit besser auf die Prüfung vorbereiten.
Wir wollen darüber sprechen.
6. Interrogativadverbien
• Fragen nach den Adverbien: Wo? Woher? Wohin? Wann? Wie lange? Wie oft? Wie? Warum?
22. Das Partikel
• Nicht flektierbar• Nicht erfragbar
• Keine Satzglieder – können nicht allein vor dem finiten Verb stehen
• Keine festgelegte einheitliche Partikelklassen und keine einheitliche Benennung
1. Modalpartikel (Abtönungspartikel)
• Verstärken das Gesagte bzw. schwächen es ab, v.a. in der gesprochenen Sprache
+ halt
23. Das Partikel
2. Gradpartikel (Fokuspartikel)• Beziehen sich meistens auf Nominalphrase veränderte Stellung = veränderte Bedeutung
Beispiel: Nur wir bieten dieses Produkt an. vs. Wir bieten nur dieses Produkt an.
• Können NP einschließen (auch) oder ausschließen (nur) und auch hervorheben (gerade/ausgerechnet) oder
einen bestimmten Grad angeben (nicht einmal/sogar)
3. Steigerungspartikel (Intensivierungspartikel)
• Beziehen sich meistens auf Adjektiv
Beispiel: Der Film war wahnsinnig interessant!/ Es war unglaublich nett von dir, dass du mir geholfen hast.
4. Diskurspartikel
• Strukturieren das Gespräch
Beispiel: Na ja... es ist halt schwierig, die LV ohne Vorbereitung zu bestehen./ Ich kann mit anderen Leuten nicht
lernen...es stört mich, verstehst du?
• Weitere Beispiele: ja, nein, hör mal, oder so
5. Negationspartikel
• Nicht
24. Die Interjektion
• normalerweise: eigenständige Äußerungen, die nicht Teil vom Satz sind• (drücken Emotionen... aus)
Beispiel: Ah, ich verstehe. / Wow, das ist aber ein tolles Restaurant!