MORPHOLOGIE ALS TEILBEREICH DER GRAMMATIK UND IHRE GRUNDEINHEITEN
Grundeinheiten der Sprache
der grammatische Bau
Gegenstand der Morphologie
Morphologische Einheiten
Die Klassifikation nach der Bedeutungsart (funktional-semantische)
Prinzipien der Klassifikation der Morpheme
Nach dem strukturellen Prinzip
WORT, WORTFORM und FORM DES WORTES
Morphologische Einheiten (abstrakte und konkrete):
Mit dem Ausdruck "Wort" wird gemeint:
Die Allomorphe sind Morphe, die demselben Morphem angehören
FORMATIV
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Morphologie als teilbereich der grammatik und ihre grundeinheiten

1. MORPHOLOGIE ALS TEILBEREICH DER GRAMMATIK UND IHRE GRUNDEINHEITEN

2.

• Gliederung des grammatischen Baus der Sprache
in Morphologie und Syntax
• Grammatische Bedeutung
• Morphologische Einheiten
• Arten der Formative
• Grammatische Kategorie
• Morphologisches Paradigma

3. Grundeinheiten der Sprache

WORT
SATZ

4. der grammatische Bau

Hauptbereich des
Wortes
/
Morphologie
Wortlehre
Formenlehre
Hauptbereich des
Satzes
\
Syntax

5. Gegenstand der Morphologie

O.I. MOSKALSKAJA
Russkaja Grammatika
das Wort
mit allen seinen
grammatischen
Eigenschaften
Morphologie ist jener Teil des
grammatischen Baues der
Sprache, der die grammatischen
Wortklassen (Redeteile) erfasst,
diesen Klassen angehörenden
grammatischen
(morphologischen) Kategorien
und Wortformen

6. Morphologische Einheiten

• Grundeinheiten / Haupteinheiten
• Elementareinheiten
Als eine der zwei Grund- bzw. Hauptelementen
der Sprache wird traditionsgemäß das Wort
angesehen.

7.

Das MORPHEM ist die kleinste
bedeutungstragende sprachliche
Einheit

8.

MORPHEM
MORPH
ALLOMORPHE

9. Die Klassifikation nach der Bedeutungsart (funktional-semantische)

• lexikale Morpheme: BUCH-es, SING-en, GUT-er, DORT usw.;
• Derivations- (oder Wortbildungs-) Morpheme: Lehr-LING,
Fisch-ER, interess-IER-t, dort-IG, VOR-steilen usw.;
• grammatische (oder Flexions-) Morpheme: Buch-ES,
interessier-T, laut- ER usw.
In /Agrikola et al. 1983,140/ ist eine andere Zuordnung der
Morpheme vorgeschlagen, und zwar:
• lexikalische Morpheme;
• grammatische Morpheme, zu denen Wortbildungs- und
Flexionsmorpheme gehören.

10. Prinzipien der Klassifikation der Morpheme

Nach dem funktionalen Prinzip unterscheidet man
lexikalische, derivationelle (oder wortbildende)
und grammatische (oder Flexions-) Morpheme.
• lexikale Morpheme: BUCH-es, SING-en, GUT-er,
DORT usw.;
• Wortbildungsmorpheme: Lehr-LING, Fisch-ER,
dort-IG, interess-IER-t, VOR-stellen usw.;
• grammatische Morpheme: BUCH-es, interessierT, laut-ER usw.

11. Nach dem strukturellen Prinzip

unterscheidet man Wurzel- und affixale (präfixale und postfixale,
flektivische) Morpheme.
• (Basis-/Grund-) od. Wurzelmorpheme sind lexikalische
Morpheme;
• alle grammatischen und wortbildenden Morpheme, die sich
an das Basismorphem anschließen, heißen AFFIXE.
Diejenigen, die vor dem Basismorphem stehen, werden
PRÄFIXE genannt. Diejenigen, die auf das Basismorphem
folgen, heißen POSTFIXE. Diese zerfallen ihrerseits in SUFFIXE
(Lehr-ER, Löw-IN, Kind-ER, Klub-S) und FLEXIONEN oder
ENDUNGEN (arbeit-ET, gut-ER, Buch-ES).
• Ein Präfix und ein Suffix, die zusammenwirkend in einem
Wortbildungs- (BE-schön-IG-en, GE-läut-E) oder einem
Formbildungsakt (GE-arbeit-ET, GE-komm-EN) verwendet
werden, werden KONFIXE genannt.

12. WORT, WORTFORM und FORM DES WORTES

• WORT
(eine Gesamtheit von seinen
Erscheinungsformen: W=F1 + F 2 -+F„) X
• WORTFORM
(die Invariante der funktional- grammatisch
identischen Formative oder der Stellenwert in
einer Konstruktion)
• (unmittelbar* ^vahrnehmbares) FORMATIV

13.

WORT
WORTFORM
FORMATIV

14. Morphologische Einheiten (abstrakte und konkrete):

• Morphem und Allomorph
• Wort
• Wortform, Form des Wortes

15. Mit dem Ausdruck "Wort" wird gemeint:

Mit dem Ausdruck "Wort" wird
gemeint:
• Realisierungsform. In diesem Sinne "Wortform" ist eine
konkrete Form, in der der Satz auftritt. Diese Form ist
einem Lexem zugeordnet. Bei der Bildung der
Realisationsformen können zusätzliche Lexeme
beteiligt sein.
• Das Lexem, lexikalisches Wort. Das ist ein Wort als
Einheit des Lexikons oder Wörterbuches, als
Repräsentant aller Realisationsformen (Wortformen),
in denen er im Satz erscheinen kann.
• Vokabel, semantisches Wort. D.h., Wort als kleinste,
relativ selbstständige bedeutungstragende Einheit. Sie
kann aus einem oder mehreren Lexemen bestehen.

16.

• Das Morph ist ein Minimalzeichen noch ohne
Berücksichtigung seiner Zugehörigkeit zu einer
Klasse (zu einem Morphem), die kleinste
Ausdruck- und Inhaltseinheit, in die sich
Äußerungen zerlegen oder segmentieren
lassen.

17.

• Das Morphem ist eine Klasse oder Menge von
Morphen, die denselben wert bei identischer
oder ähnlicher Ausdrucksseite haben. Das
Morphem ist die kleinste grammatische
Einheit.

18. Die Allomorphe sind Morphe, die demselben Morphem angehören

• z.B. das Morphem Arbeit hat nur ein phonisches
Allomorph, dem ein grafisches Allomorph entspricht
([arbaet] = Arbeit). Im Morphem Rad gibt es 4
verschiedene Allomorphe:
[ra:d] - in der grafischen Form des Rades;
[ra:t] – in der grafischen Form Rad;
[rƐ:d] – in der grafischen Form Räder;
[rƐ:t] – in der grafischen Form Rädchen.
• Ihnen entsprechen nur 2 grafische Allomorphe:
• Rad-;
• Räd-.

19. FORMATIV

Eine konkrete sprachliche Einheit im
Textsatz wäre FORM DES WORTES
oder
FORMATIV zu nennen.

20.

Als grammatische (morphologische) Kategorien
werden Gesamtheiten (Mengen) von
Wortformen gleicher Art angesehen

21.

Das morphologische Paradigma kann als
Existenzform einer grammatischen
Kategorie angesehen werden

22. KONТROLLFRAGEN zur vorlesung

KONТROLLFRAGEN ZUR VORLESUNG
1. Was ist Gegenstand der Morphologie?
2. Was erforscht die Morphologie?
3. Was bedeutet der Begriff „die Wortform“?
4. Was bedeutet der Begriff „das Morphem“?
5. Nach welchen Prinzipien klassifiziert man
Morpheme?
• 6. Was bedeutet der Begriff „Allomorph“?
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